(Winter)Wandern in der Heimat: Teufelskirche

Ein sonniger Sonntag, und dazu noch dienstfrei. Bei lecker duftenden Kaffee und noch warmen Frühstückscroissants mit Nutella, überlegten wir, wie wir den herrlichen Tag verbringen sollten. Skitouren? Hier gibt’s keinen Schnee. Klettern? Zu eisig, ausßerdem müsste der haarige Vierbeinder auch mal wieder gelüftet werden. Dann fiel uns die Tour eines Bloggerkollegen ein. Eine kurze Wanderung zur Teufelskrche bei Altdorf im Nürnberger Land, wo es dank des aktuellen Wetters Eisgebilde zu bestaunen gibt. Mit schnellen gekonnten Griffen waren die Kameras in den Rucksäcken verpackt. Eine Thermoskanne mit warmen Früchtetee und zwei Krapfen leisteten dem Equipement Gesellschaft.

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Nach kurzer Fahrzeit erreichten wir das Industriegebiet in Altdorf an der A3 und stellten das Auto auf dem REWE-Parkplatz ab. Zuerst folgten wir der Straße ein kurzes Stück unter der Autobahn hindurch in südlicher Richtung bis wir auf einen Feldweg mit der grünen Markierung „Altdorfer Rundwanderweg 4“ trafen, welcher uns in Richtung Weinhof in den Wald führte. Wir wanderten den Waldweg bergab zu einem kleinen Bach. Wieder bogen wir links nach Süden ab und folgten dem Bachbett in Richtung Grünsberg. Nach ein paar Gehminuten im winterlichen Wald querten wir den Bach über eine kleine Brücke. Anschließend ging es noch einmal auf schneeglatten Pfad bergab zur Teufelskirche. Hier waren wir nicht die einzigen, die die seltenen Eisformationen ausgiebig fotografierten.

Nachdem gefühlt jeder Eiszapfen abgelichtet war, setzten wir unseren kleinen Rundweg nach Günsberg durch das Bachtal fort. Abenteuerlich schlängelte sich der Pfad entlang des plätschernden kalten Wassers, welches immer wieder gequert werden musste. Der rutschige schneebedeckte Weg wurde ab und zu durch schlammige Passagen verdrängt. Schließlich wurde das Tal etwas breiter und der Pfad mauserte sich wieder zu einem Waldweg und führte in die Ortschaft Grünsberg, direkt auf das Schloss zu. Wieder mussten wir ein paar Meter auf der Straße zurücklegen, vorbei am Schloss, und gleich wieder links auf einen Wanderweg. Entlang der Schwarzach, anfangs noch im Wald, bald aber schon über Wiesen, erreichten wir das kleine Örtchen Prackenfels. Nochmals auf der kaum befahrenen Straße setzten wir unseren Weg fort. In Prethalmühle führte dann der Wanderweg Nr. 5 in Richtung Norden wieder in ein Waldstück, vorbei an der Teufelshöhle und zurück nach Altdorf.

Daten:

  • Strecke: ca. 6km, 100hm
  • Zeitbedarf: 2,5 Stunden (gemütlich mit Fotopausen)
  • Video auf unserem YouTube-Kanal

Fazit:

Kurze aber schöne Runde. Gerade nach einer längeren Kälteperiode sollte man sich den seltenen Anblick der Eisformationen nicht entgehen lassen. Festes Schuhwerk mit gutem Profil, am besten wasserdicht und natürlich warm ist sehr ratsam.

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